• Stephanie Vonwiller

Ich weiß, wo Gott steckt...

Aktualisiert: Juni 26



Sämtliche Religionen beharren auf ihren Gott bzw. ihre Lehren.

Die Wissenschaft besteht auf ihrer Urknalltheorie.

Keine der beiden Seiten vermag ihre Überzeugungen zu verändern. Im Laufe der Zeit gab es viele Kriege – oftmals ausgelöst, weil Menschen glauben.

Religion

In jeder Religion gibt es den „einen“ Gott. Jede Religion beharrt natürlich auf ihrem Gott, aber das wissen Sie ja schon.

Im christlichen Glauben hat Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen. Eigentlich waren es nur sechs.

Am sechsten Tage schuf er den Menschen und am siebten ruhte er aus. Aber das spielt nicht wirklich eine Rolle…

Alle Religionen haben ihren „allmächtigen“ Gott und ihre Regeln (Gebote). Und alle beharren auf ihrer Meinung (Glauben) und lassen kaum etwas anderes zu.

Bei einigen gilt: Jeder der anders denkt (und handelt) gilt als Feind. Im Extremfall wird er verfolgt und getötet.

Jeder Gläubige glaubt für sich, dass seine Religion die einzig Wahre ist, die einzige Religion, die der Menschheit zu Frieden verhelfen kann. Und dafür kämpfen sie.

Die Welt wird mit Blut und Toten übersäht. Immer und immer wieder. Komisch, dass sich in all den Jahrhunderten nichts zum besseren gewendet hat ...


Wissenschaft

Die Wissenschaft glaubt an den Urknall. Ich schreibe bewusst „glaubt“, da auch dies mit mehr Theorien und Berechnungen auf Basis von Annahmen, als Beweisen abgesichert ist. Es ist im Prinzip eine Annahme auf Grund einzelner Faktoren, die Wissenschaftler durch Beobachtungen, Forschungen und Berechnungen annehmen.

Dabei war niemand. Und sich im Weltall umschauen können wir auch nicht. Gut, bis zum Mond waren wir schon. Bis zum Mars strecken wir die Arme aus und unsere Teleskope reichen etwas weiter ins Weltall hinein.

Aber im Grund, sind das auch nicht mehr Beweise, als die Bücher der großen Religionen behaupten.

Doch nehmen wir mal an, das Weltall ist entstanden wie die Wissenschaft uns vorlegt:

  • Urknall

  • Unsere Galaxie und Milchstraße, die Planeten und die Erde haben sich gebildet.

  • Unsere Erde kühlte ab und mit der Zeit entstanden aus Einzellern im Wasser Lebewesen.

  • Irgendwann, nach Millionen von Jahren, gingen einige der Lebewesen an Land. Nach und nach bildeten sich daraus die Tiere und unsere Vorfahren, die Affen.

  • Dann kam der Mensch…

Wäre doch möglich, dass es so war. Spielt das für uns Menschen eine Rolle, wie wir entstanden sind? Macht es einen Unterschied, ob wir durch einen Zufall der Evolution entstanden sind oder durch „Gott“? Würde allein das sichere Wissen darüber etwas verändern?


Das Universum

Das Universum ist so groß, dass es unser Verstand nicht zu erfassen vermag. Unzählige Galaxien, Planeten und noch mehr Unbekanntes. Über die Ausmaße nachzudenken, hat schon manchen Wissenschaftler irre werden lassen. Das ernsthaft zu versuchen ist brandgefährlich, da unser Gehirn nur mit Erfahrungen arbeiten kann. Wir aber haben keine Möglichkeit irgendwo auf der Erde die Erfahrung über die Unendlichkeit zu machen.

Es ist genauso unergründlich, wie sich ein Leben nach dem Tod vorstellen zu wollen. Universum und das Leben nach dem Tod, sind die einzigen beiden Punkte im Leben der Menschen, die reinen Glauben benötigen – und Elektrizität vielleicht ;-).

Den Glauben daran, dass es etwas gibt, das wir nicht verstehen können, etwas, was kein Ende in sich birgt. Dies faktisch belegen zu wollen, ist Zeitverschwendung.

Hierin liegt die wahre Fähigkeit Glauben zu können – etwas anzunehmen, wozu es keinerlei Vorstellung gibt. Ist die Wissenschaft denn dann wirklich so weit von der Vorgehensweise der Religionen entfernt?


Der Urknall

Auch den gibt es im Prinzip in jeder der Religionen. Es ist der Anfang von allem.


Die Entstehung der Welt

Auch hier stimmen die Religionen mit der Wissenschaft überein. Zeitlich scheint es nicht zu passen aber Werke, wie die Bibel müssen metaphorisch betrachtet werden. Die eine Woche, in der Gott die Welt erschuf, sind in Wirklichkeit Milliarden von Jahren. Aber diejenigen, die diese Abläufe aufschrieben, wussten genau, dass die meisten Menschen nicht in der Lage sind, diese Ausmaße zu verstehen. Was auch in heutiger Zeit durchaus noch häufig vorkommt.Vielleicht verstanden sie es nicht einmal selbst.


Die Entstehung des Menschen

Auch hier gleichen sich Wissenschaft und Religion. Sofern die heiligen Schriften so interpretiert werden, wie auch Märchen für Kinder geschrieben und interpretiert werden. Es sind Geschichten, die verständlich erklären – nicht jeder ist ein Wissenschaftler, nicht jeder ein Genie. Aber Fragen hat jeder Mensch.


Wie ist es wirklich und wo steckt Gott denn nun?

Gott, Allah, Jehova oder wie sie sonst heißen, ist überall auf der Welt. "Er" ist bei den Armen, den Schwachen, den Leidenden. Aber auch bei den Reichen und den Glücklichen. "Er" sieht alles und "er" weiß alles was auf unserer Erde passiert. Jeden Augenblick, überall.


"Er" ist in jedem von uns und nur da!

Er ist kein Überwesen, ist nicht um uns, oder wacht über allem.

Es ist nicht DER Gott.


Die Bibel beschreibt die Auferstehung und meint damit die Seele eines jeden neugeborenen Menschen. Andere Religionen formulieren das anders, aber im Grund bedeuten alle Ausführungen, dass in uns selbst „Gott“ ist - in unserem Sein und Tun. Die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, zu fühlen, zu denken ist einzigartig.

Es spielt keine Rolle an welche „Geschichte“ wir glauben. Ob an die Wissenschaft, oder eine der Religionen, oder auch an überhaupt nichts. In uns selbst ist immer und zu jeder Zeit die Anlage, die Welt besser zu machen. Wir alle sind diejenigen, die den Frieden auf der Welt schaffen können, wenn wir denn irgendwann erfassen könnten, dass nur wir es sind, die Veränderungen herbeiführen werden. Nicht irgendwer wird uns diese Arbeit abnehmen.

Menschen wie Gandhi, Jesus, Mohamed usw. wussten das und versuchten den Menschen das alles mitzuteilen – jeder auf seine Weise, zu seiner Zeit. Leider hören die Menschen nie zu.

Jeder Mensch spürt Zweifel in sich. Mal gibt er es zu, mal nicht. Aber die Zweifel sind immer da.

Die Zweifel in uns, sind der Widerspruch unseres eigenen ICHs zum WIR. Das ist der ewige Zwist den wir führen. Mal gewinnt das ICH mal gewinnt das WIR.

„Gott“ ist das WIR in uns.

Das ICH zieht uns zu Gleichgesinnten, zu Menschen, deren Überzeugungen wir teilen. Wir gehen eine Verbindung ein – im kleinsten Teiler die Familie. Und wir halten gerne daran fest – an der Familie, den Freunden, den Glaubensbrüdern und –schwestern, den Kameraden, den Menschen aus unserem Ort, unserer Stadt, unserem Land. Den Europäern, den Afrikanern, den Asiaten...

Unzählige ICH-Konstellationen gibt es und dabei bleibt unbemerkt, dass es nirgendwo auf der Welt eine umfassende WIR-Konstellation gibt. Sicher, die ein oder andere "ICH-Gemeinschaft" nähert sich stärker an das WIR an, aber dennoch bleibt es am Ende beim ICH.

Und da schließt sich der Kreis. Es ist der Glaube, nicht an irgendeinen Gott oder die Wissenschaft, sondern der tiefe Glaube an das WIR in uns selbst und das WIR der Menschen generell.

Glauben lernen und darauf vertrauen, dass unser WIR besser ist, als unser ICH.

Ziemlich große Aufgabe für ein Menschenleben ...




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