• Stephanie Vonwiller

"Mami! Darf ich einen Mohrenkuss?"



"Mami! Darf ich einen Mohrenkuss?"



"Nein, Kind! Von Subsahara Afrikanern kriegst Du keinen Kuss!"


Rassismus lässt sich nicht mit der Ausrottung von Traditionen und Symbolen bekämpfen!


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Der Krampus, der schwarze Mann, der Coburger Wappenmohr... Was kommt als Nächstes?

- Türkischer Kaffee,

- Caffè americano oder möglicherweise auch

- Busch (Begriff entstand in der Kolonialzeit), - Entwicklungsland (Abwertend, generalisierend, eurozentrische Perspektive) oder auch

- Zivilisiert (Durch Kolonialisierung geprägt, eurozentrische Perspektive).

--> https://www.uni-hamburg.de/gleichstellung/download/antirassistische-sprache.pdf


Verbohrt in Begrifflichkeiten, die die meisten Menschen als neutral empfinden oder ohnehin als rassistisch und keinesfalls als beschönigend empfinden wie z.B. Reichskristallnacht.


Bevor ihr meine Meinung weiter unten zur Rassismusdebatte lesen könnt, hier der Text aus der Gegenpetition:

📑"Der Coburger Mohr leitet sich vom Stadtpatron St. Mauritius ab und ist keinesfalls eine fiktive Gestalt, welche eine kolonialistische Stereotype darstellt. Er wird schon seit dem 13. Jhdt. auf Münzen und Silberpunzen der Stadt Coburg verwendet und ist damit wesentlich älter als die von Europa ausgehende Kolonialisierung in der frühen Neuzeit. Deshalb kann er nicht als eine kolonialistische und rassistische Stereotype des Sklavenhandels der frühen Neuzeit bezeichnet werden. Mit dem Wappenbild des Coburger Mohren würdigt und ehrt die Stadt seit nunmehr etwa 800 Jahren ihren Stadtpatron St. Mauritius, indem sie sein Bildnis auf vielfältige Weise als Wappen verwendet und zur Schau stellt. Diese Würdigung sollte nun wegen des übereilten Wunsches, alles was scheinbar als Rassismus empfunden werden könnte, abzuschaffen, auf keinen Fall zunichte gemacht werden. Der Coburger Mohr ist ein kulturell sehr bedeutsames, historisch gewachsenes Symbol der Stadt Coburg und seiner Bürger. Das deutsche Wort Mohr hat seinen etymologischen Hintergrund im Althochdeutschen des 8. Jahrhunderts in der Form mōr belegt, im Mittelhochdeutschen als mōr oder mōre. Es bezeichnete zunächst einen „Bewohner Mauretaniens (Marokkos), Äthiopiens“, dann auch einen Menschen mit dunkler Hautfarbe, und ist eine Entlehnung aus lateinisch maurus, „Bewohner der nordafrikanischen Provinz Mauretanien, Maure, Nordwestafrikaner“. Die lateinische Bezeichnung Maurus „Maure“ wiederum geht auf Altgriechisch Μαῦρος Mauros, „Bewohner Mauretaniens“, zurück; das antike Königreich hat mit dem heutigen westafrikanischen Staat Mauretanien nichts gemein. Das Ausgangswort ist umstritten. Es wird einerseits auf eine Entlehnung aus dem Phönizischen oder aus einer Berbersprache zurückgeführt, andererseits auf Griechisch μαυρός mauros „braun, schwarz“. Nach meiner Auffassung könnte man daher das Wort "Mohr" zwar im normalen Sprachgebrauch als veraltet empfinden, aber auf keinen Fall als rassistisch. Meiner Meinung nach lässt sich also zusammengefasst sagen, dass die Darstellung des St. Mauritius auf dem Coburger Stadtwappens auf keinen Fall rassistisch oder verletzend ist. Sie ist seit etwa 800 Jahren ein wichtiger und prägender Teil der Stadt, ihrer Geschichte und ihrer Kultur."📑

Als betroffene ehemalige Coburgerin und seit Jahren weiße Nomadin kann ich es fast schon nicht mehr hören. Ich bin seit je her gegen Diskriminierung generell - nicht nur Rassismus (das wäre ja dann auch wieder Diskriminierung), aber vielen jungen Menschen heute fehlt etwas - ich habe noch nicht rausgefunden was es ist, vielleicht Empathie, vielleicht zu wenig Allgemeinbildung...

Auf jeden Fall beißen die sich immer in etwas fest, das ist schon fast fundamentalistisch finde, was ich zum einen gutheiße, weil sie sich für etwas einsetzen, aber zum anderen problematisch, da sie so ziemlich alle Personen mit anderer oder differenzierterer Meinung außerhalb ihres "Glaubensbereich" diskriminieren und diskreditieren. Am Ende läuft sich für meine Begriffe zu vieles "tot" weil den Aktivisten der Atem ausgeht. Es sind zu viele Sprinter, zu wenig Marathonläufer. Es geht z.B. aktuell bei #blacklivesmatter um das Umsetzen eines Teils der UN Menschenrechte und dieses Recht haben auch die Frauen in Sierra Leone oder die Kinder im Jemen. Dieses Recht gebührt allen Menschen z.B. auch in der Frage des Klimaschutzes usw. Rassismus ist ein Thema, dass unter dem Dach der Diskriminierung zu finden ist, was viele Aktivisten offensichtlich gerne vergessen und ich finde es nicht glaubwürdig, wenn gleichzeitig quasi alle Weißen, die nicht laut "ich geh auch zur (Corona)Demo" schreien, als rassistisch gelten (spreche aus eigener Erfahrung). Ich habe das so oft erlebt, dass ich als Weiße irgendwo hinkomme und die Menschen mir zu verstehen geben, dass sie der Ansicht sind, ich wäre rassistisch, weil ich eine deutsche Weiße bin. Lustig, da ich Schweizerin bin und traurig, weil oft erwartet wird, dass ich das hinnehme - so post-kollektive Bestrafung. Das ist Diskriminierung! Das ist Verurteilung ohne Beweise, wenn ich es ganz pingelig sehen möchte. Und gerade will ich es so sehen, weil ich hoffe, dass irgendwer von denen mal innehält und reflektiert, was damit anderen Menschen angetan werden kann, wenn es möglich ist, dass eine Gruppe eine andere diffamieren und in letzter Konsequenz töten könnte (siehe WWII oder auch den Film "Die Welle" https://www.youtube.com/watch?v=eKJPKIwy9cU).


Asiaten diskriminieren praktisch jeden - außer Weißen. Das scheint aber kein Thema... Ach nein, warte, Vergleiche mit anderen Diskriminierungen sind derzeit ja verboten und werden mit mindestens Verachtung bestraft. Ich könnte Bücher füllen...


Coburg. Ich hatte mich erst kürzlich mit jemandem deswegen angelegt - also nicht wegen des Coburger Mohres, sondern wegen dem Nutzen oder Unnutzen von Traditionen und Symbolen, mit denen wir aufwuchsen und die jetzt infrage gestellt werden - so wie die gestürzten Denkmäler. Ich finde es mindestens ebenso bedenklich, dass hier ein "wütender Mob", ähnlich der "Kampf-Feministinnen" nur eine Sicht gelten lassen können und in ihrem Versuch Gerechtigkeit zu erlangen übersehen, dass sie dabei sind "alle Bücher zu verbrennen". Oder mit anderen Worten: sie sind nur in der Lage schwarz/weiß zu denken. Mittlerweile bin ich versucht anzunehmen, dass meine Generation und die meiner Eltern (nach dem Krieg geboren), weniger andere Menschen diskriminieren, als es gerade der Fall bei den "Jungen" ist. Aber vielleicht ist diese Wahrnehmung subjektiv geprägt durch die heutige Globalisierung und Digitalisierung. Müsste ich mal recherchieren… Zudem kann es nicht gerecht sein, dass wegen weniger Rassisten - im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung in Deutschland, so etwas wie das Stadtwappen abgelehnt wird. Das ist ebenso diskriminierend und null demokratisch. https://www.openpetition.de/petition/online/der-coburger-mohr-st-mauritius-soll-bleiben-rettet-den-coburger-stadtpatron-im-wappen